Kulturportrait: Theater im Schuppen e.V.

Seit über 30 Jahren leistet das Theater im Schuppen e.V. einen kontinuierlichen Beitrag für das Kulturangebot der Stadt Frankfurt (Oder) und prägt durch pädagogisch-theatralische Arbeit in Gruppen mit Kindern und Jugendlichen sowie mit psychisch oder physisch beeinträchtigten Menschen nachhaltig sein soziales Umfeld. Dafür erhielt der Verein 2019 den Brandenburger Inklusionspreis – Inklusive Kunst.

Die Philosophie des Vereins ist es, eine Einheit zwischen Theater und Pädagogik zu entwickeln.
Ein um das andere Mal bewies das Ensemble um Frank Radüg einen langen Atem. So organisiert es seit 32 Jahren die Theatertage der Stadt Frankfurt (Oder) und auch das Weihnachtsmärchen, in dem der kleine Weihnachtsmann, die Hexe Gerolina, der Postbote Mischa und die Großmutter jährlich ein neues vorweihnachtliches Abenteuer erleben, blickt auf eine 22- jährige Tradition.

Nach wie vor arbeitet das Ensemble ohne eine institutionelle Unterstützung seitens der Kommune oder des Landes. Es finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, Spenden, Veranstaltungseinnahmen, Gastspiele und partielle Förderprogramme. Vieles ist nur durch ehrenamtliches Engagement möglich.

In den letzten Monaten war das Theater Frankfurt das einzige Theater in Brandenburg, das sein Schaffen CORONABEDINGT nicht stoppte. Es mobilisierte Freunde und Mitglieder, entwickelte Leseprojekte, Online-Werkstätten und Stücke, um seinen Spielplan online weiterzuführen. Dies betraf auch die 30. Theatertage und 31.Theatertage mit all ihren internationalen Stückpräsentationen, Seminaren und Werkstätten – und das nicht wegen der Anzahl der Klicks, die den regulären Zuschauerzahlen glichen, und damit nicht zur Finanzierung beitrugen, sondern vor allem, um sich selbst treu zu bleiben und den Kontakt zu seinen Mitgliedern und zu seinem treuen Publikum aufrecht zu erhalten.

Kontakt:
Theater Frankfurt/ Theater im Schuppen e.V.
Sophienstraße 1 (ehemals Samenbrise)
Tel. 0335 64957
www.theater-ff.de

Kulturportrait: Theater Carnivore

Das Theater Carnivore ist eine Wanderbühne inspiriert durch historische Vorbilder, gegründet vom Heidelberger Regisseur und Schauspieler Florian Kaiser. 2015 fand die Eröffnungspremiere auf dem Ziegenkäsehof Nußloch statt. Seitdem ist das Wandertheater aus Heidelberg auf Tournee. Wie ein kleiner Zirkus bringt es alles mit, was es für seine  Vorstellungen braucht. Die Wanderbühne steht auch für ein Heraustreten aus gewohnten Räumen. Seine Vorstellungen finden meistens unter freiem Himmel statt.

Foto: Günter Krämmer

Florian Kaiser entwickelt zusammen mit dem Ensemble seiner Wanderbühne Theater Carnivore eine auf den Körper bezogene überhöhte Form mit doppeltem Boden. Masken und Maskerade spielen in den Inszenierungen eine entscheidende Rolle, um das Fremde und Monströse im Vertrauten aufscheinen zu lassen oder der Poesie einen eigenen Raum zu eröffnen.

Anleihen ans Volkstheater mit derben körperbetonten Handlungen gehören ebenso zum Theaterkonzept wie die Ästhetik einer zeitgenössischen Performance. Auch wird der sozialromantische Aspekt einer Wanderbühne von heute in die künstlerische Arbeit integriert. Die Sehnsucht nach ursprünglichen Verhältnissen, die Verbundenheit der Akteure mit ihren Produktionsmitteln, die als unmittelbarer empfundene Kunst in freier Natur werden vom Theater Carnivore als Erweiterung der eigenen Mittel begriffen. Musik, Sound Design und Videoprojektionen vervollständigen den künstlerischen Anspruch und füttern den dionysischen Schein mit wirkungsvollen Effekten.

Mehr Infos: https://wanderbuehne.com

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Text: Florian Kaiser (Theater Carnivore)
Fotos: Günter Krämmer

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Kulturportrait: Die Steife Brise

Seit 1992 pustet die Steife Brise das deutsche Impro-Publikum ordentlich durch – mit Charme, Tempo und einer guten Portion nordischer Frechheit. Was vor 30 Jahren als lockerer Zusammenschluss von Theaterbegeisterten in einem Kellerraum in Hamburg startete, hat sich über die drei Jahrzehnte mit Schauspiel, Leidenschaft, Kreativität, Teamkompetenz und einem Hauch Wahnsinn zu einem Theater-Unternehmen entwickelt. Heute vereinen sich unter dem Dach des Theater Steife Brise ein öffentlicher Bereich mit öffentlichen Shows in Hamburg und Norddeutschland, einer Theaterschule für Improvisationstheater und einem Bereich für Unternehmenstheater mit Businesstheater für nationale und internationale Kunden, sowie Businesstraining für Unternehmen und Einzelpersonen.

Foto: Gerrit Meier

18 Schauspieler*innen, Berater*innen, Trainer*innen,  Moderator*innen, Künstler*innen und 2 Musiker gehören heute zum Theater Steife Brise und damit zu Hamburg stärkstem Improtheater.

Da das Theater über keine eigene Spielstätte verfügt, hat es aus der Not eine Tugend gemacht und mittlerweile gehört es zu seinem Markenzeichen,  Produktionen individuell an seine Spielorte anzupassen, also eine Art Theater-Mimikry zu verfolgen: Das Ensemble spielt einen Krimi im Krimi-Theater, ein Musical auf einer Musicalbühne und „Seemannsgarn“ auf einem Museumsfrachter.
Für das Theater Steife Brise ist Improvisationstheater nicht nur eine Kunstfertigkeit, sondern eine Lebenshaltung, um mit Herausforderungen und Veränderung im Alltag umzugehen. Dies mit seinen Aufführungen und Trainings, IRL, hybrid oder digital seinen Zuschauer*innen zu vermitteln, ist sein Anliegen.

Mehr Infos: https://steife-brise.de/

Kulturportrait: Piano & Voice „Lala Mobil“

Mit dem Lala Mobil gelingt ein außergewöhnlicher #neustart für Musiker aus dem Herzen der Vulkaneifel.
Seit 1996 ist das Musikensemble Piano & Voice für professionelle Pop- und Jazzmusik weit über ihre Heimatregion bekannt. Ergänzt um Besetzungen mit Saxophon, Trompete und Klarinette gastieren sie auf Festivals, Musik-Events, Benefiz-Konzerten (u.a. gemeinsam mit verschiedenen Singer-Songwritern) und bringen ansprechende Atmosphäre und Unterhaltung auf große und kleine Bühnen.

Die Initiatoren Thomas Probst (Klavier) und Yvonne Cobau (Gesang) setzten 2021 ihr Konzept einer mobilen Bühne in die Tat um. Das Lala Mobil wurde geboren:

„Wir brauchen ein Fahrzeug, das ohne großen Aufwand überall zur professionellen Bühne werden kann. Ganz gleich, welche Gegebenheiten vor Ort vorherrschen. Wir wollen überall dorthin, wo die Menschen sind und Musik und Kunst erleben wollen.“

Durch das außergewöhnliche und innovative Lala Mobil eröffnen sich Möglichkeiten, Musik, Kleinkunst, Theater und Vorträge auch an entlegene Orte zu bringen. Mit wenigen Handgriffen ist die technisch voll ausgestattete Bühne ausgeklappt und mit ihrer Beleuchtung und Beschallungsanlage einsatzbereit. Die Aufführung kann beginnen.
Der kleine Truck ermöglicht große Momente und erschließt neue Orte für die Begegnung von Menschen.

Mehr erfahren: https://lalamobil.com/


Fotos:
Dominik Scheid | Fotostudio Nieder
Julia Lenartz | Jut Design
Thomas Probst | Piano & Voice

Kulturportrait: Admiralspalast

Der Admiralspalast – Das Traditionshaus an der Friedrichstraße gehört seit über 100 Jahren zu den wichtigsten Kultureinrichtungen der Hauptstadt.

Ein Ort, der sich respektvoll vor der Geschichte verneigt und jeder Art von Veranstaltung eine außergewöhnliche Heimat bietet.

Das Theater mit seinen zwei Rängen, der großen Bühne und dem opulenten Kronleuchter ist das Herz des Admiralspalastes.

Der Saal besticht vor allem durch seine Vielseitigkeit: durch die flexible Bestuhlung im Parkett finden hier nicht nur Theateraufführungen, Shows und Konzerte einen beeindruckenden Rahmen, sondern auch Gala-Abende, Preisverleihungen, Filmpremieren und Konferenzen. Die Vielfältigkeit der Stadt spiegelt sich ebenso im Unterhaltungsprogramm des Theaters wider.

Mehr Infos hier:

Kulturportrait: Lustspielhaus München

Das Münchner Lustspielhaus in der Occamstraße wird seit 1996 von dem Passauer Kulturmanager Till Hofmann geleitet. Im Herzen Alt-Schwabings am Rande des Englischen Gartens gelegen, gilt es als eine der schönsten Kabarettbühnen Deutschlands.

In seinem romantischen samtroten Jugendstil-Ambiente lässt sich wunderbar eine satirische Auszeit vom Alltag nehmen. Seine Künstler*innenliste ist im deutschsprachigen Raum nicht zu toppen: Jochen Malmsheimer, Max Uthoff, Claus von Wagner, Django Asül, Maxi Schafroth, Hazel Brugger, Stermann & Grissemann, Luise Kinseher, Michael Mittermeier, Helmut Schleich, Martina Schwarzmann, Bodo Wartke, Thorsten Sträter, um nur einige zu nennen.

Vor allem auch die österreichische Crème de la Crème der Satirezunft gibt sich hier die Klinke in die Hand: Josef Hader, Alfred Dorfer, Stermann & Grissemann, Hosea Ratschiller, Martin Puntigam oder Thomas Maurer. Die musikalische Bandbreite beginnt bei jungen Wilden wie LaBrassBanda und geht von Ringsgwandl über die Spider Murphy Gang, Hannes Ringlstetter & Band bis hin zu Konstantin Wecker.
Auch die Eigen-Produktionen mit eigenen Ensembles wie „Occams“, “Der Watzmann ruft“, das Nibelungenmusical „Siegfried“ oder das unsterbliche “Weiße Rössl“ haben eine begeisterte Anhängerschaft gefunden. An den Wochenenden bietet das Lustspielhaus den kleinen Theaterinteressierten Kinderstücke, zum Teil aus eigener Produktion und gerne mit Musik, wie etwa „Die Kuh, die wollt ins Kino gehen“ von Sternschnuppe oder „Dr. Döblingers geschmackvolles Kasperltheater“. Auch der jährliche „Bayerische Kabarettpreis“, den das Lustspielhaus zusammen mit dem Bayerischen Fernsehen vergibt, wird hier aufgezeichnet. 
Die Abendzeitung München verleiht hier jährlich in einer großen Gala die AZ-Sterne des Jahres.

Seit Beginn der Corona-Pandemie, das Aufführungen in geschlossenen Räumen nahezu unmöglich machte, hat sich das Lustspielhaus einige wunderbare Plätze Münchens als Open-Air-Spielstätten erschlossen, wie etwa den Innenhof des Deutschen Museums, den Garten der Seidlvilla oder den Park des Schloss Suresnes in Schwabing.

Mehr Infos zum Lustpielhaus München:

Portrait: Circus Phantasia

Der pädagogische Kinder-Mitmach-Zirkus „Circus Phantasia“ wurde von Lars Wasserthal und seinen Mitstreiter*innen im Jahr 2010 gegründet und tourt mit seinen Theater- & Zirkusprogrammen seit dem sehr erfolgreich durch die Grundschulen Deutschlands. Das Konzept der Phantasia-Familie ist darauf ausgerichtet, Theater und Zirkuskultur zu den Kindern zu bringen. Weiterlesen →

Portrait: Die Pathologie

Theater die Pathologie Bonn, gegründet im Sommer 2000, ist wohl mit seinen fünfundzwanzig Plätzen das kleinste und intimste Theater der Bundesstadt Bonn und wurde bis zur Spielzeit 2018 / 2019 von Maren Pfeiffer Künstlerisch geleitet. Weiterlesen →

Portrait: Capitol – Bild & Bühne

Unter dem Namen „Capitol – Bild & Bühne“ feierte das am 30. September 1949 eingeweihte Kino im Jahr 2013 seine Wiedergeburt. Bei der Uraufführung Ende der 40er Jahre fanden 498 Gäste in den Räumen Platz. Nach der Schließung im Jahre 1972 zogen dort zwischenzeitlich ein Discounter sowie ein Sportgeschäft ins „alte Kino“ ein.

Nachdem 2012 der letzte Mieter den Standort aufgab, führte Besitzer Thilo Hierstetter die Räumlichkeiten wieder in den Urzustand zurück. Neben einer aufwändigen Innenrenovierung wurde auch die Außenfassade mit ihrer markanten Leuchtschrift „wiederbelebt“.

Seitdem finden in den Räumen des alten Kinos regelmäßig Kulturveranstaltungen statt. Darunter: Konzerte, Filme oder Lesungen. Durch seine Größe hat sich das Capitol zu einem wichtigen Veranstaltungsort in Sulzbach-Rosenberg und der Umgebung gemausert.

Bewusst hat man eine fest installierte Bestuhlung vermieden, um für jede Art von Kultur flexibel zu sein.

Auch den Kulturschaffenden des Capitols hat die Corona-Pandemie buchstäblich die Hände gebunden. Kleinkunst, Kabarett, Lesungen und diverse Musikveranstaltungen fielen dem Virus im vergangenem Jahr zum Opfer. Beim ersten Neustart kam dann aber dem Capitol seine Größe zugute. So konnten trotz geltender Abstandsregelungen bis zu 80 Besucher in den Kulturgenuss diverser Veranstaltungen kommen. Unter normalen Umständen bietet der Saal etwa 200 Gästen Platz.

Um die Attraktivität noch zu steigern, beantragte das Capitol im Jahre 2020 eine Förderung über das Programm „Neustart Kultur“ für die akustische Ertüchtigung. Durch den positiven Bescheid kommen die Gäste nun trotz der Größe des Saals auf einen räumlich bestens abgestimmten Hörgenuss.

Durch seine Abmessungen hat das Capitol hier in der Region fast ein Alleinstellungsmerkmal, was Kultur auch rein von den Besucherzahlen her wieder einigermaßen sinnvoll und möglich macht.

Das große Netzwerk an Kulturschaffenden bietet dem Haus die Möglichkeit, ein vielfältiges Programm anzubieten. Selbstverständlich kann das Capitol auch für private Veranstaltungen gemietet werden. Somit deckt die Kulturstätte ein breites Feld an Möglichkeiten ab.

Das Capitol hofft mit seinem Team auf eine baldige Rückkehr zu Normalität. Durch die Förderung und Unterstützung der Deutschen theatertechnischen Gesellschaft ist der Kulturort jedenfalls bestens gerüstet.

 

Capitol – Bild & Bühne: www.capitol-kino.com