Kulturportrait: LOGOI. Institut für Philosophie und Diskurs

LOGOI ist ein privates und unabhängiges Kultur-Institut für Philosophie und Diskurs. Es wurde 2009 von Dr. Jürgen Kippenhan mit dem Ziel gegründet, Räume zu öffnen für Reflexionen und Diskussionen über existentielle Fragen unserer Zeit. Es soll Anziehungspunkt sein für all die, die sich – intellektuell und auch sonst – der Welt offen zuwenden und philosophische Vertiefungen suchen.
Der von LOGOI angeregte Diskurs greift sowohl aktuelle als auch klassische Themen der Philosophie auf. Literatur, Kunst, Musik und Schauspiel rücken dabei gleichermaßen ins Blickfeld, denn Philosophie bietet den Vorteil, dass sie sich dem gesamten Spektrum der neuzeitlichen Kultur zuwendet und gleichzeitig an das anknüpft, was die Menschen in ihrer konkreten Lebenswelt berührt und aufreibt.

 

Team Projektleitung (v.l.): Ines Finkeldei, Dr. Jürgen Kippenhan, Susanne Vaaßen

So gehört neben regelmäßigen Vorträgen, Seminaren, Lesungen und Diskussionen auch ein interdisziplinäres Kulturprogramm mit Formaten wie Performances, Ausstellungen, Lesungen, Workshops, Vorträgen und Konzerten zum Veranstaltungsprogramm, in denen den Fragen des Lebens auf lebendige und kreative Art nachgespürt wird. Durch die künstlerische Auseinandersetzung werden sie in einer neuen Weise zugänglich für eine interdisziplinäre und diskursive Zuwendung.
Durch diese Form der Kulturarbeit beabsichtigt das Institut, neue künstlerische und diskursive Räume für ein diverses Publikum zu erschließen. Die Ergebnisse und Synergieeffekte sollen inmitten einer lebendigen Umgebung sichtbar gemacht werden und gleichermaßen die Umgebung beleben und bespielen sowie an bereits existierende kulturelle Initiativen in der Stadt Aachen anknüpfen. Mit den Projekten möchte das LOGOI zum offenen und öffentlichen Dialog anregen und alle Menschen ansprechen, die offen und zugänglich sind, sich irritieren und inspirieren zu lassen oder auch selbst gestalterisch tätig werden wollen.

Webseite: www.logoi.de

(1) Janne Teller in Aachen; (6) Vernissage Stummer Schrei Nikolaus Rode

Kulturportrait: Theater Lukas Ullrich

Neben der Arbeit als Schauspieler entwickelt und produziert Lukas Ullrich Theater- und Unterhaltungsformate – von der Planung und Organisation bis hin zur Umsetzung und Durchführung. Sein Antrieb ist dabei die Neugierde und Lust auf interessante und ihm persönlich wichtige Themen.

Lukas Ullrich, (c) Joris Haas

Bereits fünf eigene Theaterproduktionen setzen sich mit Gegenwartsfragen deutscher und europäischer Identität und unseres kontinentalen Zusammenlebens auseinander.
Sie beziehen Stellung, nehmen Bestand auf, generieren, durchleuchten und spielen aus verschiedenen Blickwinkeln ab – auch musikalisch.

Webseite: www.lukasullrich.de

Alle Bilder: (c) Lukas Ullrich, Joris Haas

Kulturportrait: FKK – Freie Kabarett Kultur Leipzig

Freie Kabarett Kultur Leipzig ist das Hausensemble des „Leipziger Central Kabarett“.
Als junges und modernes Ensemble versucht es immer am Zahn der Zeit zu sein und behandelt deswegen vor allem aktuelle gesellschaftliche und politische Themen. Außerdem aktualisiert es seine Programme konstant, damit diese immer den aktuellen politischen Entwicklungen angepasst sind.

 

Martin Joost, (c) Tilly Domian

Die Programme sind geprägt von klassischem Szenenkabarett, sowie musikalischen Nummern mit kompletter Band und Stand Up.
Die festen Ensemble Mitglieder sind: André Bautzmann, Robert Günschmann, Martin Joost und Jan Mareck.

Vergangene Projekte sind unter anderem die folgenden Kabarett Produktionen:

– Verrückt in die Zukunft das Präteritum schlägt zurück
– Die fabelhafte Welt der Pandemie – nicht ohne meinen Mundschutz
– Die fabelhafte Welt der Amnesie – besser ist’s man vergisst’s
– Jäger*Innen des verlorenen Schatzis
– Highlights – BISSchen übertrieben

Webseite: www.freie-kabarett-kultur.de

(c) Martin Joost

Kulturportrait: Theater Rainer Bauer

Rainer Bauer ist ein Grenzgänger über verschiedene Genres der darstellenden Kunst hinweg. Er bündelt eine Bandbreite von künstlerischen Kompetenzen, vom Theater der Unterdrückten von Augusto Boal bis zum körperorientierten Theater nach Jersey Grotowski, vom Improvisationstheater nach Keith Johnston bis zum Straßentheater. Im Zuge des Lockdowns 2021 entwickelte Rainer Bauer mit Carola Kärcher die Realsatire Aqua-Blu, welche in und vor einem Schaufenster gespielt wird. Das Stück handelt von einem kleinen urbanen Hutladen, der zu einem Großraum-Aquarium umgebaut werden soll.

 

Carola Kärcher & Rainer Bauer, (c) Lea Litte

Rainer Bauer ist freier Schauspieler und Kulturmanager. Seit mehreren Jahren forscht er im Theater im öffentlichen Raum und hat mehrere ortsspezifische Theaterformate entwickelt.
Carola Kärcher ist Handschattentheater-Künstlerin und arbeitet in interdisziplinären Projekten und site-specific Performances.

Webseite: www.rainerbauer.info

Webseite: www.schaufensterbespielung.de

(1-3) Schaufensterbespielung, (c) Manfred Rademacher

Kulturportrait: Musiktheater Lupe

Das Musik­theater LUPE arbeitet seit 1994 als freies Kinder – und Jugend­theater in Osna­brück und spielt eigene Kinder­theater­produk­tionen zu ver­schie­denen gesell­schaft­lichen und ge­schicht­lichen Themen, insze­niert und erar­beitet Theater­produk­tionen mit Kin­dern, Jugend­lichen und Senior:innen, und ent­wickelt und konzi­piert Ortsbe­spielungen und Theater­festivals.

 

Ralf Siebenand

Katrin Orth, Tine Schoch und Ralf Siebenand gehören seit Gründung zum festen En­semble. In einigen Pro­duk­tionen arbeitet das Musik­theater LUPE darüber hinaus mit Schau­spielkol­leg:innen und mit Künst­ler:innen anderer Genres (Video­kunst, Tanz, bil­dende Kunst) zu­sammen.
Seit 2020 wurde das Ensemble mit vier jungen Kolleg:innen verstärkt.

Webseite: www.musiktheaterlupe.de

(3) Wolle im Wasser; (4) Wolle + Gack

Kulturportrait: Theater der Tiefe

Das Theater der Tiefe ist ein Ensemble von freien professionellen Schauspieler:innen.
Gegründet hat sich der Verein Ende des Jahres 2016.
Im darauffolgenden Jahr inszenierten sie ihre ersten beiden Produktionen „Der kleine Vampir“ und „Carmilla – Draculas Tochter“. 

Projektleitung: Julia Schmidt; (c) Carolin Meyer

Für ihre beiden Produktionen erhielten sie viel Zuspruch, woraufhin sie im darauffolgenden Jahr bereits die nächsten Produktionen „Fred Feuerstein und das Geheimnis der Baumannshöhle“ und „Der kleine Prinz“ im Goethesaal inszenierten.
Zudem beschlossen sie, die Waldbühne Altenbrak und das Harzer Bergtheater Thale ebenfalls über den Sommer zu bespielen. Seit dieser Zeit ist das Theater der Tiefe fester Bestandteil der Harzer Kulturlandschaft und nach wie vor auf allen drei Bühnen zu Hause.
Für die Waldbühne Altenbrak holten sie „Der kleine Vampir“ und „Der kleine Prinz“ aus der Höhle auf die Freilichtbühne und brachten mit „Die kleine Hexe“ und „Ein bisschen Sommernachtstraum“ von Ina Kwiatkowski in den Jahren 2021 und 2022 zwei Neuproduktionen auf die traumhaft gelegene Naturbühne.
Im Harzer Bergtheater Thale inszenierten sie „Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ und „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“.

Webseite: www.theaterdertiefe.de

(1) Der kleine Prinz, (c) Mathias Schreiber; (2) Die kleine Hexe, (c) Mathias Schreiber; (3) Die Schneekönigin, (c) Micha Deutsch; (4-5) Tom Sawyer und Huckleberry Finn, (c) Micha Randhahn; Titelbild: Die Schneekönigin (c) Micha Deutsch

 

Kulturportrait: Theater Anu

Theater ANU erforscht seit über 20 Jahren Theaterformen im öffentlichen Raum. Dabei beschäftigt es sich vor allem mit Formen der Theaterinstallation und des Stationentheaters. Gegründet in Heppenheim, hat die Compagnie ihren Hauptsitz seit 2007 in Berlin. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstler:innen bespielt sie, unter der Leitung von Bille Behr und Stefan Behr, Parkanlagen, Plätze und besondere Orte – wie beispielsweise Tunnel oder Industriehallen – in Deutschland und Europa. In den vergangenen beiden Jahren (2020/2021) sahen über 32.000 Besucher:innen ihre Inszenierungen. Aktuell hat Theater ANU elf große Theaterproduktionen im Repertoire – die Repertoirepflege und Ensemblearbeit sind wesentlicher Bestandteil der Compagnie. Daneben kreiert es regelmäßig Auftragsarbeiten und eigene Projekte. Neben Gastspielen und Auftragsarbeiten agiert Theater ANU als Eigenveranstalter in verschiedenen Städten Deutschlands.

Webseite: www.theater-anu.de

 

 

Kulturportrait: Figurentheater Die Roten Finger

Seit 1999 betreibt Puppenspieler Bernd Linde das mobile Figurentheater Die Roten Finger in Hannover. Mit seinen Stücken für Kinder spielt er bundesweit und international. Er schreibt die Geschichten und Lieder selbst und baut die Figuren.

Bernd Linde

In den Geschichten geht es darum, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen, daran zu wachsen und zum Miteinander zu finden. Auch aktuelle Themen wie gesunde Ernährung und Umweltbewusstsein finden sich wieder z. B. in „Willi und das Grün der Affen“ oder in „Ricardo in Rio“. Ein Schwerpunkt seines Theaters ist die Musik. In der Spielzeit 2021/22 spielte er in der Staatsoper Hannover bei den Kinderkonzerten mit. Das Auftragswerk der NDR Radiophilharmonie „Die Abenteuer der Musik-Piraten“ hat den Kulturpreis der Stadt Melle 2015 und das Amberger Kindertheaterfestival 2021 gewonnen. Ergänzend zur Theaterarbeit hat Bernd Linde mehrere Lieder-CDs und ein Hörspiel produziert. In 2021 ist sein 1. Stück für Erwachsene entstanden: „Ich bin viel mehr“ – ein Abendprogramm über nicht ausgelebte Persönlichkeitsanteile.

Webseite: www.die-roten-finger.de

(1) Die Abenteuer der Musik-Piraten, (c) Jens Schulze; (2) Ich bin viel mehr, (c) Lumiere; (3) Im Land der Drachen und Elfen, (c) Miriam Reiche; (4) Ricardo in Rio, (c) Hildegard Wegner; Titelbild: Willi und das Grün der Affen, (c) Ingo Wandmacher

 

Kulturportrait: Theatertill

Heike und Rüdiger Fabry gründeten 1985 das politische Kinder- und Jugendtheater Theatertill. Sie lernten sich 1984 in einem Sommerworkshop in der damaligen Werkstatt, dem heutigen Tanzhaus, in Düsseldorf kennen. Der Workshop hatte den Titel „Hätte Till Eulenspiegel in unserer heutigen Zeit noch eine politische Wirkung?“ Theatertill ist also eine Hommage an Till Eulenspiegel.

In enger Zusammenarbeit mit den Ministerien für Umwelt, für Verkehr, für Familie und Gesundheit und dem Schulministerium NRW, so wie den Unfallkassen Rheinland und Westfalen-Lippe entwickeln wir Projekte zu Themen wie Wasser, Energie, Müll, Ernährung, Mobilitäts- und Verkehrserziehung, Gewalt und Drogen.
Für uns spannend und zugleich schwierig, ein eindeutig pädagogisches Thema in ein Theaterstück zu fassen, das auf keinen Fall pädagogisch daherkommen darf (hier schaut uns Till Eulenspiegel immer auf die Finger). Getreu unserem Leitsatz „Am besten lernt, wer was zu lachen hat“ sind unsere Bühnenfiguren naiv, meistens grob und laut und manchmal, wenn es sein muss, auch unmoralisch.

Bei all den genannten Eigenschaften darf jedoch eines niemals fehlen: Diese Figuren fühlen wie ihre Zuschauer:innen und sie brauchen einander, sie haben ihre Geschichte, ihre Geschichten mit den Mitspieler:innen auf der Bühne und mit ihrem Publikum.

Die Westfälischen Nachrichten haben in einer Rezension unser Selbstverständnis so beschrieben:
„Es ist das Engagement, die Authentizität und die Energie, mit der THEATERTILL sein Anliegen verfolgt: jung wie alt zum Lachen zu bringen und anzurühren und die Wahrhaftigkeit, mit der das Thema dargeboten wird.“

Im Jugendtheater wurde eine Methode entwickelt, die einer eher für Theater unaufgeschlossenen Altersgruppe keine Möglichkeit lässt, sich der Thematik inhaltlich entziehen zu können. Diese Methode könnte man als Dokumentartheater bezeichnen, der Unterschied zwischen Spiel und Wirklichkeit wird quasi aufgehoben. Der:Die junge Zuschauer:in wird so provoziert, dass er:sie nicht umhin kann, sich zu äußern, sich zu wehren, Partei zu ergreifen, Stellung zu beziehen, sich in den Prozess der Auseinandersetzung einzumischen, sich spiegeln zu lassen.

 

Projektleitung: Rüdiger Fabry

Es war einmal ein Ingenieur, der wollte lieber Clown sein.
Eines Tages, er war schon im fortgeschrittenen Alter, kam ihm eine tiefe Einsicht: Der Mensch lebt nur einmal. Daraufhin beschloss er, seinen schönen Beruf an den Nagel zu hängen.
Viele bewunderten ihn für seinen Mut, andere hielten ihn für bekloppt. Und da er nicht gestorben ist, kann man davon ausgehen, dass ihm das neue Leben immer noch viel Freude macht.
Das Spiel mit der roten Nase, freies Tanzen, Improvisieren auf der Bühne führte Rüdiger Fabry heraus aus seiner Trägheit in die Bewegung. Leben ist Bewegung. Dieser Satz ist so einfach wie wahr. Er gehört zu seiner wichtigsten Erkenntnis, die er sich immer wieder vergegenwärtigt, wenn das Leben ins Stocken zu geraten droht. Seit 1985 leitet er mit seiner Frau Heike das politische Kinder und Jugendtheater Theatertill.

Webseite: www.theatertill.de

 

Kulturportrait: Deutsche Kammerschauspiele

Die DEUTSCHEN KAMMERSCHAUSPIELE sind ein professionelles Privattheater mit Sitz in Endingen am Kaiserstuhl. Seit 1967 zeigen sie ein großes Repertoire in unterschiedlichsten Produktionsgruppen und etablierten sich in Deutschland wie im Ausland vor allem als Tourneetheater.

 

Annette Greve

Von der Bürgerbühne „StadtErlebnisEndingen“ bis hin zum barrierefreien Familientheater, Musical, Gesellschaftstheater, Märchenproduktionen, Lesungen, Ausstellungen und zuletzt dem zweiwöchigen Sommerfestival „Kulturpicknick in den Reben“ reicht der vielfältige Spielplan.

Mit deutschen klassischen Märchen gastierte die Bühne in 600 Vorstellungen zwei Jahre in Japan. Zahlreiche Gastspiele führten sie auch nach Russland, Singapur, Spanien, Schweden, Italien, Frankreich, Österreich, Belgien, Luxemburg, Liechtenstein, Dänemark, Holland und in die Schweiz.

Auf Grund der Corona-Restriktionen waren nur bedingt Produktionen und Vorstellungen möglich. Das im Sommer 2021 erfolgreich veranstaltete zweiwöchige „Kulturpicknick in den Reben – Kunst trotz Abstand“, gefördert durch das Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, wird wahrscheinlich im Jahr 2023 seine Fortsetzung finden können.

Aktuell ist das Theater mit dem Theaterstück „Sophie & Ich“ unterwegs. Ein berührendes Stück über die fiktive Begegnung von Sophie Scholl, der Widerstandskämpferin und Traudl Junge, der Sekretärin Hitlers.

Im Dezember 2022 zeigt sich das Theater im öffentlichen Raum mit dem Projekt „12W-Orte – im Advent -“ mit WortKunst zu blauen Stunden, Worte zum Thema Solidarität an 12 Orten mit 12 Schauspieler:innen. Das Wort steht bei dieser live dargebotenen Kulturveranstaltung im Vordergrund und wird mit Musik unterstrichen.

Die Projekte „Sophie & Ich“ und „12W-Orte – im Advent -“ werden gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Webseite: www.deutschekammerschauspiele.de